Der Clatronic Ölradiator RA 3735 ist eine mobile Elektroheizung für die Übergangszeit oder als zusätzliche Wärmequelle. Mit drei Leistungsstufen, einem stufenlos regelbaren Thermostat und sieben Heizrippen eignet er sich vor allem für kleinere Räume, Büros, Schlafzimmer oder gelegentlich genutzte Hobbybereiche. Rollen und Griffmulden erleichtern den Standortwechsel, während die schmale Bauweise wenig Stellfläche beansprucht.
Technische Daten und Hauptmerkmale
Der Clatronic RA 3735 arbeitet kabelgebunden an einer üblichen Haushaltssteckdose. Das in den Rippen eingeschlossene Öl speichert die erzeugte Wärme und gibt sie gleichmäßig an die Umgebung ab.
- Maximale Heizleistung: 1.500 W
- Leistungsstufen: 600 W, 900 W und 1.500 W
- Spannung: 230 V
- Stromaufnahme bei voller Leistung: etwa 6,52 A
- Heizrippen: 7
- Temperaturregelung: stufenlos einstellbarer Thermostat
- Sicherheitsfunktionen: Überhitzungsschutz und Kippsicherung
- Mobilität: vier Leichtlaufrollen und integrierte Griffmulden
- Aufbewahrung: Kabelaufwicklung am Gerät
- Bauweise: freistehend und vergleichsweise schmal
- Farbe: Weiß
- Abmessungen: etwa 67 × 25 × 37 cm
- Gewicht: rund 8,1 kg
- Modellnummer: 263906
- Garantie: 24 Monate
- Verfügbarkeit von EU-Ersatzteilen: 2 Jahre
Die drei Leistungsstufen bestimmen, wie viel elektrische Leistung der Radiator während einer aktiven Heizphase aufnimmt. Der Thermostat regelt dagegen die gewünschte Temperatur: Ist der eingestellte Wert erreicht, schaltet das Heizelement ab und später wieder ein. Die maximale Leistungsangabe von 1.500 W bedeutet daher nicht automatisch, dass das Gerät dauerhaft 1.500 W verbraucht oder abgibt.
Heizleistung und geeignete Raumgröße
Für den Clatronic Ölradiator RA 3735 wird eine Heizungsabdeckung von bis zu 30 m² genannt. Diese Angabe sollte jedoch als günstiger Maximalwert verstanden werden. Die tatsächlich erreichbare Raumtemperatur hängt stark von der Dämmung, der Deckenhöhe, der Außentemperatur und der Ausgangstemperatur ab.
In kleinen, geschlossenen und ordentlich gedämmten Räumen kann der Radiator eine angenehme Zusatzwärme liefern. In einem unbeheizten Raum mit etwa 30 m² reicht ein einzelnes 1.500-W-Gerät dagegen nicht zwangsläufig aus, um schnell eine wohnliche Temperatur herzustellen. Aus der praktischen Nutzung wird beispielsweise berichtet, dass ein kalter Proberaum dieser Größe nach rund einer Stunde zwar knapp 20 °C erreichte, der Radiator dort aber eher zum gelegentlichen Anwärmen als für eine dauerhafte Vollbeheizung geeignet war.
Für die Kaufentscheidung ist deshalb nicht allein die Quadratmeterzahl entscheidend. In einem kleinen Schlafzimmer oder Büro kann die Leistung ausreichen, während ein schlecht gedämmter Keller, eine Garage oder ein Gartenhaus deutlich mehr Heizenergie benötigt.
Bedienung im Alltag
Die Bedienung ist bewusst einfach gehalten. Über die Leistungswahl lässt sich zunächst zwischen 600, 900 und 1.500 W wählen. Anschließend wird die gewünschte Wärme mit dem Thermostat eingestellt. Eine digitale Temperaturanzeige oder eine gradgenaue Steuerung besitzt das Gerät nicht.
Der Thermostat arbeitet mechanisch und schaltet das Heizelement abhängig von der Umgebungstemperatur ein und aus. Ein Nutzer stellte fest, dass die Kontrollleuchte dauerhaft leuchtete und das Schalten daher nur am Geräusch erkennbar war. Da dieser Hinweis nur vereinzelt auftritt, lässt sich daraus jedoch kein allgemeines Problem des Modells ableiten.
Die Rollen sind hilfreich, wenn der Ölradiator zwischen verschiedenen Räumen bewegt werden soll. Durch das Gewicht von rund 8,1 kg steht er stabil, lässt sich auf ebenen Böden aber weiterhin verschieben. Griffmulden unterstützen den Transport. Die Kabelaufwicklung erleichtert eine ordentliche Lagerung außerhalb der Heizsaison.
Praktische Einsatzmöglichkeiten
Der RA 3735 ist hauptsächlich als Zusatz- und Übergangsheizung für Innenräume gedacht. Typische Einsatzbereiche sind:
- Schlafzimmer: zum zeitweisen Erwärmen vor dem Schlafengehen
- Arbeitszimmer und Büro: als Ergänzung zur Zentralheizung
- Wohnbereich: für zusätzliche Wärme an einzelnen kalten Tagen
- Hobby- oder Proberaum: zum gelegentlichen Vorwärmen
- Keller und Garage: sofern der Bereich trocken, geschlossen und für den Betrieb elektrischer Heizgeräte geeignet ist
- Wintergarten oder Gartenhaus: als zeitweise Zusatzheizung in geschützten Innenbereichen
- Gewächshaus: zur Unterstützung in kalten Nächten, wenn ein sicherer, trockener und standsicherer Betrieb gewährleistet ist
- Heizungsausfall: als vorübergehende Ersatzlösung für einen begrenzten Bereich
Aus dem Alltag gibt es positive Langzeiterfahrungen, unter anderem bei sporadischem Betrieb in einer Garage. Auch für ein Gewächshaus wird der kleine Radiator als brauchbar beschrieben. Die häufigsten positiven Eindrücke betreffen die unkomplizierte Funktion, den schnellen Aufbau und die Eignung für kleinere Räume.
Trotz entsprechender Einsatzbeispiele ist das Gerät ausdrücklich für den Innenbereich vorgesehen. Es sollte nicht ungeschützt im Freien, bei Regen oder in feuchten Umgebungen verwendet werden.
Wärmeverteilung und Aufheizverhalten
Ein Ölradiator erwärmt nicht nur die Luft direkt. Die beheizten Metallrippen geben Wärme an die Umgebung ab und fördern zugleich die natürliche Luftzirkulation. Im Vergleich zu einem Heizlüfter entsteht dabei kein ständiger Luftstrom. Das kann in Schlaf- und Arbeitsräumen angenehmer sein und wirbelt weniger Staub auf.
Das Gehäuse wird nach dem Einschalten relativ zügig warm. Bis sich die Wärme im gesamten Raum verteilt, vergeht jedoch mehr Zeit als bei einem Heizlüfter. Dafür bleibt der Radiator nach dem Abschalten noch eine Weile warm, da das Öl und die Metallrippen Wärme gespeichert haben.
In der Praxis wird das Aufheizen des Geräts als schnell beschrieben. Der erste Betrieb war in einem Fall zudem mit weniger Geruch verbunden als erwartet. Ein leichter Produktionsgeruch bei der ersten Nutzung ist dennoch möglich und lässt sich meist durch gutes Lüften reduzieren.
Stromverbrauch und laufende Kosten
Auf höchster Stufe nimmt der Radiator während der aktiven Heizphase bis zu 1,5 kWh pro Stunde auf. Bei 900 W sind es maximal 0,9 kWh und bei 600 W maximal 0,6 kWh pro Stunde. Der tatsächliche Tagesverbrauch fällt niedriger aus, wenn der Thermostat das Heizelement zwischenzeitlich abschaltet.
Eine beispielhafte Berechnung bei einem Strompreis von 0,35 Euro pro kWh:
- 600 W für eine Stunde: etwa 0,21 Euro
- 900 W für eine Stunde: etwa 0,32 Euro
- 1.500 W für eine Stunde: etwa 0,53 Euro
- 1.500 W für acht Stunden ohne Unterbrechung: etwa 4,20 Euro
Diese Werte sind Rechenbeispiele. Stromtarif, Thermostateinstellung und Einschaltzyklen beeinflussen die realen Kosten. Ein Nutzer maß über 24 Stunden ungefähr 12 kWh, obwohl die höchste Leistungsstufe gewählt war. Dies entspricht einer mittleren Leistungsaufnahme von etwa 500 W und zeigt, wie stark die Thermostatsteuerung den Verbrauch reduzieren kann. Derselbe Nutzer empfand das häufige Abschalten allerdings als Nachteil, weil eine durchgehende Heizleistung von 1.500 W erwartet wurde.
Der Begriff „energiesparend“ sollte bei einem elektrischen Direktheizgerät realistisch eingeordnet werden. Ein Ölradiator erzeugt Wärme direkt aus Strom. Er eignet sich wirtschaftlich eher zum gezielten, zeitlich begrenzten Heizen einzelner Räume als zur dauerhaften Beheizung einer ganzen Wohnung.
Vorteile
- Flexible Leistungswahl: Drei Heizstufen ermöglichen eine Anpassung an Raumgröße und Wärmebedarf.
- Einfache Temperaturregelung: Der stufenlose Thermostat kommt ohne komplizierte Menüs aus.
- Mobile Konstruktion: Rollen und Griffmulden erleichtern den Wechsel zwischen Räumen.
- Platzsparende Form: Die schlanke Bauweise ist für kleinere Räume praktisch.
- Angenehme Wärmeabgabe: Kein Gebläse und damit kein dauerhafter Luftstrom.
- Sicherheitsausstattung: Kippsicherung und Überhitzungsschutz reduzieren typische Betriebsrisiken.
- Gute Eignung als Zusatzheizung: Sinnvoll für Übergangszeiten, Arbeitszimmer und gelegentlich genutzte Räume.
- Ordentliche Lagerung: Die Kabelaufwicklung verhindert lose herumliegende Leitungen.
- Positive Dauererfahrungen: Sporadischer Betrieb über mehrere Jahre wurde als problemlos beschrieben.
Nachteile
- Begrenzte Leistung für große oder kalte Räume: Die Angabe von bis zu 30 m² ist nur unter günstigen Bedingungen realistisch.
- Keine digitale Temperaturanzeige: Die gewünschte Raumtemperatur lässt sich nicht gradgenau einstellen.
- Träge Raumaufheizung: Die Wärme verteilt sich langsamer als bei einem Heizlüfter.
- Möglicherweise häufige Thermostatzyklen: Das Gerät kann auch auf hoher Stufe regelmäßig abschalten.
- Relativ hohe Betriebskosten: Dauerbetrieb mit Netzstrom kann teuer werden.
- Keine Timer- oder App-Funktion: Eine programmierbare Steuerung ist nicht vorhanden.
- Nur für geschützte Innenbereiche: Ein ungeschützter Einsatz im Freien ist nicht vorgesehen.
- Aufstellung benötigt Abstand: Trotz schmaler Bauweise muss rund um das Gerät genügend Freiraum bleiben.
Sicherheit und richtige Aufstellung
Der Überhitzungsschutz und die Kippsicherung bieten eine wichtige Grundabsicherung. Sie ersetzen jedoch keine sorgfältige Nutzung. Wie bei allen mobilen Elektroheizungen muss der Radiator stabil und frei stehen.
- Nicht abdecken: Kleidung, Handtücher oder andere Gegenstände können einen Wärmestau verursachen.
- Abstand einhalten: Vorhänge, Möbel und leicht entzündliche Materialien dürfen nicht direkt am Gerät stehen.
- Direkt anschließen: Nach Möglichkeit eine geeignete Wandsteckdose statt Mehrfachsteckdosen oder leichter Verlängerungskabel verwenden.
- Kabel vollständig freilegen: Das Anschlusskabel darf während des Betriebs nicht auf oder an heißen Flächen liegen.
- Trocken betreiben: Das Gerät vor Spritzwasser, hoher Feuchtigkeit und Witterung schützen.
- Standort prüfen: Rollen korrekt montieren und den Radiator auf einem ebenen, stabilen Untergrund aufstellen.
- Kinder und Haustiere schützen: Die Rippen können im Betrieb sehr heiß werden.
- Anleitung beachten: Vor der ersten Inbetriebnahme sind die Montage-, Aufstell- und Sicherheitshinweise des Geräts maßgeblich.
Pflege und Lagerung
Ein Ölradiator benötigt nur wenig Wartung. Vor der Reinigung muss er ausgeschaltet, vom Stromnetz getrennt und vollständig abgekühlt sein. Staub lässt sich mit einem weichen, trockenen oder leicht angefeuchteten Tuch entfernen. Die Zwischenräume der Rippen können vorsichtig mit einem Staubwedel oder einer weichen Bürste gereinigt werden.
Scheuernde Reiniger, Lösungsmittel und nasse Reinigung sind ungeeignet. Das Gehäuse darf nicht geöffnet werden. Das Wärmeträgeröl befindet sich in einem geschlossenen System und muss im normalen Betrieb weder nachgefüllt noch gewechselt werden. Bei sichtbaren Undichtigkeiten, Schäden am Kabel oder ungewöhnlichen Geräuschen sollte das Gerät nicht weiterverwendet werden.
Für die Lagerung empfiehlt sich ein trockener Ort. Das Kabel kann an der vorgesehenen Aufwicklung befestigt werden, ohne es stark zu knicken.
Für wen lohnt sich der Clatronic RA 3735?
Der Clatronic Ölradiator RA 3735 mit 1.500 W passt vor allem zu Käufern, die eine einfache und bewegliche Zusatzheizung für kleinere Räume suchen. Er bietet eine solide Basisausstattung, drei Leistungsstufen und wichtige Schutzfunktionen. Besonders sinnvoll ist er für den zeitweisen Einsatz im Büro, Schlafzimmer, Hobbyraum oder in einem geschützten Nebenraum.
Weniger geeignet ist das Modell als dauerhafter Ersatz für eine Zentralheizung oder zum schnellen Beheizen großer, schlecht gedämmter Räume. Die beworbene Reichweite von bis zu 30 m² sollte daher vorsichtig bewertet werden. Wer eine digitale Temperaturwahl, einen Timer, eine Fernbedienung oder eine App-Steuerung erwartet, benötigt ein umfangreicher ausgestattetes Gerät.
Insgesamt ist der RA 3735 ein unkomplizierter, kompakter Ölradiator für punktuelle Wärme. Seine Stärken liegen in der einfachen Bedienung, der mobilen Konstruktion und der geräuscharmen Wärmeabgabe. Entscheidend für einen sinnvollen Kauf sind eine realistische Einschätzung der Raumgröße und die geplante Nutzungsdauer.
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Clatronic Ölradiator RA 3735 Erfahrungen
Bestellung und Lieferung verliefen sehr schnell, sodass das Gerät pünktlich zu den kalten Tagen eintraf. Nach dem Auspacken wartete ich eine Stunde, bevor ich es einschaltete. Die Kontrollleuchte leuchtet dauerhaft, weshalb ich das Ein- und Ausschalten zur Temperaturregelung nur nach Gehör beurteilen konnte. Ob dies normal oder ein Defekt ist, blieb ungeklärt. Das Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugt mich nicht ganz, da das Gerät bei Kaufland deutlich günstiger erhältlich war.
Der Radiator wurde schnell und unbeschädigt geliefert und ließ sich problemlos aufbauen. Die drei Heizstufen sind mit 600, 900 und 1500 Watt angegeben. Leider schaltet das Gerät selbst bei maximalem Thermostat und nur 16 Grad Raumtemperatur regelmäßig ab. Innerhalb von 24 Stunden verbraucht es lediglich etwa 12 kWh, entsprechend durchschnittlich 500 Watt. Somit bringt die höchste Stufe kaum mehr Heizleistung. Dieses Verhalten wird weder in der Beschreibung noch in der Anleitung erwähnt.
Für kleine Räume gut geeignet, was in der Beschreibung jedoch nicht erwähnt wird. Besonders ältere Menschen können die Wattzahl oft nur schwer einschätzen. Hilfreicher wäre eine Angabe zur empfohlenen Zimmergröße, da diese für jeden leicht verständlich ist.
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Clatronic Ölradiator RA 3735: Fragen & Antworten
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