Das Durficst Feuchtigkeitsmessgerät WM700D kombiniert eine zerstörungsfreie Feuchtesuche mit einer klassischen Messung über Einstichsonden. Dadurch eignet es sich sowohl für Wände, Estrich und Mauerwerk als auch für Holz. Das Gerät richtet sich vor allem an Heimwerker, Mieter und Immobilienbesitzer, die feuchte Stellen aufspüren, Wasserschäden beobachten oder Baustoffe vor einer Renovierung kontrollieren möchten.
Zwei Messverfahren in einem Gerät
Das zentrale Merkmal des WM700D ist die Kombination aus Pinless-Messung und Messung mit Prüfspitzen. Beide Verfahren erfüllen unterschiedliche Aufgaben.
Bei der zerstörungsfreien Messung wird der kugelförmige Sensor auf die Oberfläche gesetzt. Das kapazitive Hochfrequenzverfahren erfasst Feuchteveränderungen im Material, ohne Löcher oder Einstiche zu hinterlassen. Die mögliche Messtiefe liegt je nach Material und Messbedingungen bei bis zu etwa 4 cm.
Diese Messwerte sind in erster Linie relativ zu verstehen. Das Gerät eignet sich damit gut, um mehrere Bereiche miteinander zu vergleichen. Auf diese Weise lassen sich auffällig feuchte Stellen lokalisieren und Trocknungsverläufe beobachten. Ein solcher Wert ist jedoch nicht ohne Weiteres mit den Ergebnissen professioneller Messverfahren eines Bausachverständigen vergleichbar.
Für Holz und geeignete Baustoffe steht zusätzlich eine kabelgebundene Sonde mit Edelstahlspitzen zur Verfügung. Die Spitzen werden in die Oberfläche gedrückt und ermöglichen eine direkte Materialmessung. Am Gerät können dafür passende Modi für Holz oder Wände beziehungsweise Baustoffe gewählt werden.
Technische Daten und Hauptmerkmale
- Messverfahren: Kapazitive, zerstörungsfreie Messung mit Kugelsensor sowie kontaktierende Messung mit Edelstahlspitzen
- Messtiefe: Bei der Pinless-Messung materialabhängig bis ungefähr 4 cm
- Materialien: Unter anderem Holz, Putz, Trockenbau, Ziegel, Beton, Zement, Estrich und Mauerwerk
- Anzeige: Farb-LCD mit dreifarbiger Bewertungsskala
- Alarmfunktion: Akustischer Alarm mit einstellbarem Grenzbereich
- Raumklimamessung: Erfassung von Umgebungstemperatur und relativer Luftfeuchtigkeit
- Messbereich der Luftfeuchtigkeit: 0 bis 99 % relative Luftfeuchtigkeit in nicht kondensierender Umgebung
- Genauigkeit der Luftfeuchtigkeit: Angegeben mit ±5 % relativer Luftfeuchtigkeit
- Temperaturgenauigkeit: Angegeben mit ±2 °C
- Maximale angegebene Temperatur: 65 °C
- Aktualisierungsrate: Messwertaktualisierung etwa einmal pro Sekunde
- Kalibrierung: Automatische Kalibrierung vor der Messung
- Abmessungen: Etwa 7 cm breit und 20 cm hoch
- Gewicht: Rund 390 g
- Stromversorgung: Alkaline-Batterien
- Gehäuse: Blaues, teilweise weich gummiertes und stoßfest ausgelegtes Gehäuse
- Modellbezeichnung: DURFICST WM700D
Die Kombination aus Farbskala und akustischem Signal erleichtert eine schnelle Einschätzung. Das ist besonders praktisch, wenn größere Wand- oder Bodenflächen systematisch abgesucht werden. Die Zahlenwerte bleiben dennoch wichtig, da die Farbanzeige allein keine fachliche Beurteilung des Baustoffs ersetzt.
Bedienung und Kalibrierung
Nach dem Einschalten wird die MEAS-Taste etwa drei Sekunden lang gedrückt, damit sich das Feuchtigkeitsmessgerät automatisch kalibriert und anschließend mit der Messung beginnt. Für die Messung mit Prüfspitzen wird die externe Sonde an der vorgesehenen Schnittstelle angeschlossen. Danach ist der passende Materialmodus auszuwählen.
Die Bedienung gilt insgesamt als unkompliziert. Besonders positiv fallen die schnelle Einsatzbereitschaft und die verständliche Anzeige auf. Für aussagekräftige Ergebnisse kommt es allerdings auf eine konsequente Messtechnik an.
Bei der zerstörungsfreien Wandmessung sollte die Sensorkugel möglichst gleichmäßig auf der Oberfläche aufliegen. Das Gerät wird idealerweise senkrecht zur Wand oder zum Boden gehalten. Außerdem sollte es an der unteren Gehäusehälfte und damit möglichst weit vom Sensor entfernt angefasst werden. Feuchtigkeit der Hand kann andernfalls das Ergebnis beeinflussen.
Bei den Prüfspitzen spielt der Anpressdruck eine wichtige Rolle. Werden die Sonden bei aufeinanderfolgenden Messungen unterschiedlich stark in das Material gedrückt, können abweichende Werte entstehen. Für Vergleiche sollten daher Position, Einstichtiefe und Druck möglichst konstant bleiben.
Typische Einsatzbereiche
Das Durficst WM700D kann bei verschiedenen Kontroll- und Wartungsaufgaben eingesetzt werden:
- Wasserschäden untersuchen: Feuchte Bereiche an Wänden, Böden oder Decken lassen sich eingrenzen.
- Trocknung verfolgen: Wiederholte Messungen an markierten Stellen zeigen, ob die relative Feuchtigkeit sinkt.
- Leckagen aufspüren: Auffällige Unterschiede können auf verdeckte Leitungsprobleme oder eindringendes Wasser hinweisen.
- Wände vor Renovierungen prüfen: Vor dem Streichen, Tapezieren oder Verkleiden kann nach erhöhten Feuchtewerten gesucht werden.
- Holz kontrollieren: Die Einstichsonden eignen sich zur Prüfung von Holzbauteilen und anderen zugänglichen Holzoberflächen.
- Wohnmobile und Wohnwagen untersuchen: Verkleidungen und Innenbereiche können auf verdächtige Feuchtezonen geprüft werden.
- Keller und ältere Gebäude kontrollieren: Das Gerät hilft dabei, mögliche aufsteigende oder seitlich eindringende Feuchtigkeit frühzeitig zu erkennen.
- Raumklima beobachten: Temperatur und Luftfeuchtigkeit liefern zusätzliche Hinweise auf ein ungünstiges Innenraumklima.
Erhöhte Werte können auf ein Feuchteproblem und damit auf ein gesteigertes Schimmelrisiko hindeuten. Das Messgerät kann jedoch weder Schimmel direkt erkennen noch die Ursache der Feuchtigkeit eindeutig bestimmen. Bei dauerhaft hohen Werten, sichtbaren Schäden oder einem muffigen Geruch ist eine fachliche Prüfung sinnvoll.
Erfahrungen bei der praktischen Nutzung
In der Praxis wird vor allem die einfache Handhabung wiederholt positiv hervorgehoben. Die automatische Kalibrierung und der Wechsel zwischen den Messmethoden gelingen ohne großen Aufwand. Auch die Prüfspitzen für Holz liefern bei gleichbleibender Anwendung nachvollziehbare Ergebnisse.
Der Kugelsensor bewährt sich insbesondere beim Auffinden unterschiedlich feuchter Bereiche. Nach einem Wasserschaden lässt sich damit beispielsweise erkennen, welche Zonen stärker betroffen sind und wie sich die Trocknung entwickelt. Die Methode eignet sich somit gut für Vergleichsmessungen.
Gleichzeitig zeigt sich, dass Haltung, Winkel und Abstand der Hand zum Sensor das Ergebnis beeinflussen können. Einzelne Anwender empfinden die angezeigten Werte deshalb nicht immer als absolut belastbar. Gute Wiederholbarkeit entsteht vor allem dann, wenn das Gerät bei jeder Messung gleich ausgerichtet und am selben Punkt angesetzt wird.
Auch beim Einsatz an Wohnwagen und in Wohnbereichen wird das Gerät als praktisch beschrieben. Insgesamt fällt die öffentliche Kundenbewertung mit 4,5 von 5 Sternen bei 206 Bewertungen positiv aus. Dieser Wert ist jedoch nur eine Momentaufnahme und sagt allein noch nichts über die Eignung für eine bestimmte Messaufgabe aus.
Aussagekraft der Messwerte
Die beiden Messverfahren sollten nicht miteinander verwechselt werden. Der Kugelsensor dient vor allem dazu, Feuchteunterschiede zerstörungsfrei zu lokalisieren. Der angezeigte Wert ist von Materialdichte, Wandaufbau, Messwinkel und möglichen Störeinflüssen abhängig. Für eine belastbare Beurteilung empfiehlt sich deshalb eine Referenzmessung an einer vermutlich trockenen Stelle desselben Materials.
Die Einstichmessung ist materialnäher, beschädigt die Oberfläche jedoch geringfügig. Auch hier hängt die Aussagekraft von der korrekten Materialauswahl und einer gleichmäßigen Anwendung ab.
Metall kann nicht mit dem Gerät gemessen werden. Metallteile im Untergrund, etwa Leitungen, Armierungen oder Profile, können kapazitive Messungen zudem beeinflussen. Das WM700D ersetzt daher weder ein Leitungssuchgerät noch professionelle Verfahren wie die Darr- oder CM-Messung.
Vorteile
- Zwei Messmethoden: Zerstörungsfreie Suche und Einstichmessung sind in einem Gerät vereint.
- Breites Einsatzspektrum: Geeignet für zahlreiche Holz- und Baustoffanwendungen.
- Bis zu etwa 4 cm Messtiefe: Der Kugelsensor erfasst auch Feuchteveränderungen unterhalb der Oberfläche.
- Einfache Orientierung: Farbskala und akustischer Alarm unterstützen die schnelle Beurteilung.
- Automatische Kalibrierung: Das Gerät lässt sich ohne aufwendige Vorbereitung einsetzen.
- Zusätzliche Klimawerte: Umgebungstemperatur und relative Luftfeuchtigkeit werden ebenfalls angezeigt.
- Schnelle Aktualisierung: Die Anzeige reagiert ungefähr im Sekundentakt.
- Robustes Gehäuse: Die weiche Gummierung verbessert Griffigkeit und Stoßschutz.
- Gut für Vergleichsmessungen: Feuchte Zonen und Trocknungsverläufe lassen sich systematisch beobachten.
Nachteile
- Pinless-Werte sind relativ: Die Ergebnisse sind nicht direkt mit professionell ermittelten absoluten Baustoffwerten gleichzusetzen.
- Empfindlich gegenüber der Handhaltung: Feuchtigkeit der Hand und ein Griff nahe am Sensor können die Messung beeinflussen.
- Winkelabhängige Ergebnisse: Unterschiedliche Gerätepositionen können zu abweichenden Anzeigen führen.
- Anpressdruck der Sonden relevant: Bei der Einstichmessung ist eine gleichmäßige Anwendung erforderlich.
- Begrenzte Dokumentation: Zusätzliche Hinweise zu Anpressdruck, Referenzmessungen und Materialbesonderheiten wären hilfreich.
- Keine Metallmessung: Metallische Untergründe sind nicht für die Messung geeignet.
- Kein Ersatz für eine Fachanalyse: Ursachen von Feuchtigkeit und exakte Baustoffwerte lassen sich nicht in jedem Fall zuverlässig bestimmen.
- Oberflächenschäden bei Pin-Messung: Die Prüfspitzen hinterlassen kleine Einstiche.
Tipps für möglichst zuverlässige Messungen
- Vergleichsfläche bestimmen: Zuerst eine unauffällige, vermutlich trockene Stelle desselben Materials messen.
- Messpunkte markieren: Bei der Trocknungskontrolle stets dieselben Stellen erneut prüfen.
- Gerät gleich ausrichten: Winkel und Position sollten bei jeder Vergleichsmessung identisch sein.
- Weit unten anfassen: Die Hand sollte möglichst weit vom Kugelsensor entfernt bleiben.
- Mehrfach messen: Einzelwerte sind weniger aussagekräftig als mehrere Messungen in einem Raster.
- Oberfläche beachten: Nässe, Schmutz oder Beschichtungen können die Ergebnisse beeinflussen.
- Konstanten Druck verwenden: Die Sensorkugel gleichmäßig aufsetzen und die Einstichsonden möglichst gleich tief eindrücken.
- Metallische Bereiche meiden: Leitungen, Profile und Armierungen können die kapazitive Messung verfälschen.
- Raumklima berücksichtigen: Sehr hohe Luftfeuchtigkeit oder Kondensation können die Interpretation erschweren.
Pflege und Aufbewahrung
Die Sensorkugel und die Messspitzen sollten nach der Benutzung mit einem trockenen, weichen Tuch gereinigt werden. Aggressive Reinigungsmittel oder große Mengen Wasser sind ungeeignet. Die Edelstahlspitzen müssen vor der Lagerung sauber und trocken sein, damit sie dauerhaft zuverlässig funktionieren.
Das Gerät sollte vor Kondenswasser, direkter Sonneneinstrahlung und extremen Temperaturen geschützt aufbewahrt werden. Bei längerer Nichtbenutzung empfiehlt es sich, die Batterien herauszunehmen. So lassen sich Schäden durch auslaufende Batterien vermeiden.
Für wen eignet sich das Durficst WM700D?
Das Durficst Feuchtigkeitsmessgerät WM700D ist eine interessante Wahl für alle, die sowohl Baustoffe zerstörungsfrei absuchen als auch Holz mit Prüfspitzen kontrollieren möchten. Besonders sinnvoll ist es für Heimwerker, Mieter, Hausbesitzer und Besitzer von Wohnmobilen oder Wohnwagen.
Die Stärke des Geräts liegt in der Kombination aus großem Funktionsumfang, schneller Bedienung und zwei unterschiedlichen Messverfahren. Für die Suche nach Feuchtezonen und die Beobachtung eines Trocknungsverlaufs ist es gut geeignet. Wer dagegen gerichtsfeste Messprotokolle, exakt bestimmte Materialfeuchten oder eine verlässliche Schadensursache benötigt, sollte einen Fachbetrieb oder Sachverständigen hinzuziehen.
Im Preisbereich von ungefähr 70 bis 90 Euro positioniert sich das Modell als vielseitiges Feuchtigkeitsmessgerät für den privaten und semiprofessionellen Einsatz. Entscheidend für gute Ergebnisse ist weniger eine einzelne Messung als eine saubere, wiederholbare Vorgehensweise.
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Durficst Feuchtigkeitsmessgerät WM700D Erfahrungen
Das Gerät lässt sich bei allen Messmethoden einfach bedienen und vor der Messung problemlos kalibrieren. An der Genauigkeit der Messwerte habe ich jedoch gelegentlich Zweifel. Manchmal wirkt es eher wie ein Schätzeisen als ein Messgerät. Deshalb ziehe ich einen Stern ab.
Der Artikel ist gut, könnte aber mehr Hinweise zur Durchführung der Messungen enthalten. Besonders wichtig ist, wie stark die Messsonden aufgedrückt werden, da dies das Messergebnis beeinflusst.
Nach einem Wasserschaden kaufte ich das Gerät, um die Feuchtigkeit in Boden und Wänden zu prüfen. Der Kugelsensor liefert relative Werte, die nicht direkt mit den Messungen eines Sachverständigen vergleichbar sind. Trotzdem lassen sich feuchte Stellen finden und der Trocknungsfortschritt beobachten. Für möglichst gleichmäßige Ergebnisse sollte man das Gerät weit vom Sensor entfernt anfassen und nahezu senkrecht zur Oberfläche halten. Die Messspitzen für Holz liefern nach meinem ersten Eindruck plausible Ergebnisse.
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Durficst Feuchtigkeitsmessgerät WM700D: Fragen & Antworten
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